Der Sommer brachte Tamara Gräfin Nayhauß eine
erfreuliche berufliche Entwicklung: Die Berliner Moderatorin hat eine neue
TV-Sendung, die sie mit der Münchner Firma "South & Browse" selbst
produziert und ans ZDF verkauft hat.
Das Format ist eine Serie, die
in regelmäßigen Abständen in die ZDF-Sendung "Hallo Deutschland" eingebettet
ist. Dafür reist Tamara zu den schönsten Schlössern in Deutschland,
besucht die Hausherren, lässt sich die Geschichte der Familien erzählen
und Privaträume der Adelssitze zeigen. Ein spannendes, weil oftmals
nicht ganz leichtes Unterfangen. Viele Adelsfamilien, deren Häuser
keine öffentlich zugänglichen Bereiche haben, beispielsweise
in Form von Museen, halten sich im Hintergrund oder versuchen zumindest
ihre privaten vier Wände aus den Medien heraus zu halten. Umso interessanter
für den Zuschauer, wenn es Tamara Gräfin Nayhauß gelingt,
einen Schlossherrn oder eine verdiente Persönlichkeit aus dem Bürgertum
dafür zu gewinnen, die Pforten ihrer Häuser zu öffnen.
Im
Vordergrund der Sendung steht aber nicht die Immobilie, oftmals ein geschichtsträchtiger
Ort, sondern der Mensch, der sie bewohnt und erhält, bevor er sie
an die nächste Generation weitergibt. "Für mich ist mit der
Sendung ein Traum in Erfüllung gegangen. Es ist mein erstes wirklich
eigenes Ding. Ich hatte die Idee dazu, habe das Konzept geschrieben und
das Format selbst an den Mann gebracht", freut sich Tamara.
In der
Sendung am Sonnabend (12. August) um 18 Uhr stellt die Moderatorin Heinrich
Fürst zu Fürstenberg vor, den sie nicht im Stammschloss
Donaueschingen besuchte, sondern im Schloss Heiligenberg am Bodensee. Ein
Refugium der Fürstenbergs, das die Familie seit 1951/52 jedes Jahr
nur zehn Tage für den Sommerurlaub nutzt, vorwiegend zur Jagd. Dann
gehört traditionell auch Caroline Prinzessin von Hannover aus
dem Hause Grimaldi mit ihren Kindern zu den Stammgästen der Fürstenbergs
in Heiligenberg.
In weiteren Folgen ist Tamara Gräfin Nayhauß mit
ihrem Team zu Gast bei Enno Freiherr von Ruffin auf dessen
Gut Basthorst in Schleswig-Holstein.Ein kleines Paradies, in dem bis zur
Trennung auch seine damalige Ehefrau, Schlagersängerin Vicky Leandros,
viele Jahre gelebt hat.
Oder bei Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn in
dessen Stammschloss in Sayn (bei Koblenz), im Privathaus von Kaffeekönig Albert "Addi" Darboven an
der Elbe in Hamburg und in seinem Privatgestüt vor den Toren Hamburgs
oder im Familienanwesen der Joops in Potsdam-Bornstedt. Jette Joop zeigt
die Oase, in der ihr Vater, Designer Wolfgang Joop, aufgewachsen
ist. Begleitet wird sie dabei von ihrer Mutter Karin Joop-Metz und
ihrer Großmutter Charlotte Joop. Geplant sind ebenso
ein Dreh im Schloss Ulrichshusen in Mecklenburg-Vorpommern, dem Wohnsitz
des Freiherrn Helmuth von Maltzahn und seiner Gemahlin Angela (übrigens
eine Schwester der in Berlin lebenden Ingrid Rexrodt), die jedes Jahr die
Musikfestspiele mit anschließendem Krebsessen austragen sowie ein
Besuch bei Götz Freiherr von Berlichingen. Der Stiefsohn
von Altbundespräsident Roman Herzog übernahm
die Verwaltung des Stammsitzes in Jagsthausen nach dem Tod seines Vaters.
Im Schloss lebt auch seine Mutter Alexandra Freifrau von Berlichingen mit
ihrem zweiten Ehemann Roman Herzog.
"Ich wollte den Zuschauern zeigen,
wie schön unser Deutschland ist. Und wie viele Menschen es hier gibt,
die ihre Familientraditionen weiterführen. Es macht mir Freude, diese
Menschen so persönlich und nah vorzustellen, wie sie sind. Berührungsängste
sind da ganz überflüssig", sagt Tamara Gräfin Nayhauß.
Die familiären Wurzeln der Moderatorin, die mit dem Anwalt Alexander
Graf von Kalckreuth (Kanzlei "Kalckreuth & Rechtsanwälte")
verheiratet ist, befinden sich in der Stadt Cormons nahe Venedig. Der dortige
Dom befindet sich nach wie vor im Besitz der Familie Nayhauß-Cormons. Franziska
v. Mutius |
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