Das ZDF stürzt sich auf den Adel - von Königin Silvia bis Freiherr Enna
ADELS-TV Welch magischer Moment, wenn sich die goldenen Tore von Schloss Drottningholm ganz langsam öffnen und einen Blick in die prunkvollen Hallen eines uralten Königshauses gewähren. Guido Knopp, 58, Chef-Historiker beim ZDF, weiß seine Geschichten zu inszenieren. In seiner Doku-Reihe „Majestät" (ab 22. 8.) geleitet er uns zu letzten Monarchien.
Er erzählt die schwedische Love-Story von Beginn an. Und ließ sich von BUNTE-Autor Paul Sahner beraten. Der schrieb schon vor 30 Jahren eine BUNTE-Serie über Silvia Sommerlath.
Adel hat Konjunktur. Wir gucken gern über die hohen Mauern und haben ein ähnliches Gefühl wie früher, als wir Märchen lasen. „Die Lebensweise einer königlichen Familie entfacht die Fantasie der Bürger", erklärt Knopp das Phänomen. „Auch sie streben nach Glück, finden es und verlieren es wieder. Es sind Menschen wie wir - und doch ganz anders."
Leicht war es nicht, die Palasttüren zu öffnen, „erst nach langjähriger Vorarbeit und intensiven Gesprächen haben wir Zutritt erhalten", so Knopp.
Womöglich hat es Tamara von Nayhauß, 32, da leichter. Schließlich ist sie Gräfin und führt für das ZDF-Magazin „Hallo Deutschland" Interviews mit deutschen Adligen - auf Augenhöhe. „Ich merke, dass die Menschen schnell Vertrauen zu mir haben", freut sie sich, die ihre Serie selbst entwickelte. Am 19. August präsentiert sie Vickys Ex Enno von Ruffin. Sie besuchte bereits Fürst Schaumburg-Lippe.
Brauchen wir womöglich in Deutschland wieder eine Monarchie? Guido Knopp: „Touristisch betrachtet wäre eine Monarchie eine Attraktion. Und in Krisenzeiten ist sie viel besser geeignet, das Volk zusammenzuhalten, als es ein gewähltes Staatsoberhaupt kann. Aber wer sollte bei uns König werden?"
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